

Tripbericht geschrieben am 30/31.11.07
Vor ca. drei Wochen hatte ich eine größere Menge Mexikaner bestellt. Allerdings war die Wirkung sehr schwach. Ich kontaktierte Azarius und berichtete von der schlechten Wirkung der Pilze. Daraufhin sendete mir Azarius nochmal die Hälfte der vorher bestellten Menge. Großes Dankeschön an Azarius dafür, ihr seid super!
Am 29.10.07 um 14.20 Uhr nahm ich die Pilze mit einem Freund ein. Es war ein sehr schöner Tag. Und wir hatten uns eine wunderschöne Gegend ausgesucht. Der Trip verlief sehr Harmonisch und die Droge war sehr freundlich zu uns. Jeder von uns aß dreißig Gramm frisch von den neu angekommenen Pilzen und ein gramm getrocknet von den alten (schwächeren) Pilzen. Danach legten wir uns erstmal hin. Die Aussicht war sehr schön. Wir lagen auf einer kleinen Wiese auf einem Weinberg.
Links von uns war der herbstliche, farbenfrohe Wald und vor uns lag die Oberrheinische Tiefebene, eingehüllt in Nebel, durch den vereinzelt Sonnenstrahlen brachen.
Bereits nach 20 Minuten spürte ich eine leichte Wirkung. Die Farben wurden intensiver. Ich schaute in den Himmel und die Wolken formten sich zu Mustern. Der vom Wind bewegte Wald wirkte auf mich wie ein einziges Lebewesen.
Ca. dreißig Minuten nach der Einnahme fühlte ich mich wie in meine Kindheit zurückversetzt und tollte mit meinem Freund auf der Wiese herum.
Dann lagen wir noch ca. 15 minuten auf der Wiese herum, schauten in den Himmel und dachten nach.
Ca. eine Stunde nach der Einnahme verspürten wir den Drang weiterzugehen. Wir wollten entdecken und machten uns auf den Weg in den Wald. Wir liefen eine Weile durch den Wald und machten immer wieder Pause, legten uns hin und ordneten unsere Gedanken.
Ungefähr 90 minuten nach der Einnahme verstärkte sich mein Gefühl von Harmonie, der Wald bekam etwas Märchenhaftes. Und genau in diesem Moment sah ich ca. 7 Meter von uns entfernt ein Reh.
Etwa 2 Stunden nach der Einnahme kamen wir bei einer Mountainbiker-Strecke an, die wir erst nicht als solche erkannten. Neben einer Schanze war ein großer umgefallener Baum dessen Krone noch etwa sieben Meter in die Höhe ragte.. Ich sprang auf den Stamm des Baumes und kletterte langsam und in voller Balance und Sicherheit den Baum so weit hoch, wie die Äste es zuließen. Ich stand auf einem Ast und hatte eine Hand zur Sicherheit an einen dünnen Ast über mir gelegt. Ich hielt mich aber kaum fest. Ich fühlte mich vollkommen im Einklang mit der Welt um mich und bewegte mich im Fluß und in Balance. Natürlich just in diesem Moment, kamen zwei Mountainbiker wie aus dem Nichts, die mich anstarrten und scheinbar ziemlich Angst hatten, dass ich dort runterfalle (Ich glaube, meine Lage sah sehr gefärlich aus). Dort oben hatte ich den Eindruck, als würde ich mit den ereignissen jonglieren, die Mountainbiker waren in diesem Moment aber ein Ball zuviel und brachten mich aus der Balance. Sie sprachen mich an und fragten ob ich das zum Spaß mache, oder ob das einen bestimmten Grund hätte. Ich sagte ihnen ich mache es zum Spaß. Verunsichert durch ihre Blicke kletterte ich den Baum wieder herunter, allerdings kein ein bisschen elegant mehr. Ich hangelte mich einfach irgendwie herunter.
Unten angekommen fand ich das Gefühl von Balance und innerer Ausgeglichenheit aber schnell wieder.
Die Mountainbiker sagten uns, sie würden jetzt gleich hier fahren, also machten wir die Strecke frei und gingen weiter.
Das laufen war jetzt gar nicht mehr anstrengend. (Ab hier hatte ich erstmal kein Zeitgefühl mehr und wir schauten auch nicht auf die Uhr) Wir liefen einfach einen Weg entlang und ich redete mit meinem Freund über dieses Jonglieren. Währenddessen vervollstängte sich dieser Gedankengang. Und ich verstand wie das funktioniert. Ich merkte, dass ich mich garnicht anstrengen musste um meine innere Balance zu halten. Alles was ich tun musste, war sie zuzulassen.
An einer Kreuzung machten wir eine kurze Pause. Wir setzten uns hin und waren einfach zufrieden. Dann sprachen wir ein wenig. Hinter uns raschelte etwas, wir drehten uns um aber dort war nichts. Plötzlich sirrte soetwas wie ein Schatten an mir vorbei. Und ich hörte ein Geräusch. Um genau zu sein fühlte ich es mehr, als ich es hörte. Ich bemerkte ich eine Anwesenheit in meiner Nähe. Das sagte ich meinem Freund. Wir sprachen gerade über die Geräusche des Waldes, da sagte ich soetwas wie: “Schau, es ist direkt hier”. Und genau in diesem Moment, als würde es antworten raschelte es wieder in unserer Nähe.
Wir waren beeindruckt und beschlossen weiterzugehen...
Irgendwann kamen wir bei einem kleinen Waldabschnitt aus Tannen an. Wir legten uns auf den Boden und schauten nach oben, in die Tannen. Ich hatte sehr starke Optics. Mein Gehirn arbeitete sehr schnell und ich wechselte sehr schnell von einer Perspektive in die nächste. Mal war ich auf die dicken Äste konzentriert, dann auf die Zweige, dann auf die Tannennadeln. So sprang ich immer wieder hin und her. Und auf einmal sah ich alles auf einmal. In diesem Moment achtete ich nichtmehr auf die Äste, oder die Bäume, sondern auf die Zwischenräume. Mein Ganzes Sichtfeld wurde zu einem riesigen, sich bewegenden und verfärbenden Fraktal. Dieses Bild hielt allerdings nicht lange an, ich war so überrascht davon, dass ich es nicht halten konnte. Um mich herum hörte ich die Geräusche des Waldes. Diese waren sehr Magisch. Ich hatte immernoch das Gefühl, dass uns eine Wesenheit begleitet. Immer wieder hörten wir ein Rascheln oder Trippeln in unserer Nähe, ohne das sich dort etwas bewegte.
Nachdem wir unter den Tannen gelegen hatten gingen wir zu einem Hochsitz der ein paar Meter entfernt stand. Ich kletterte die Leiter hinauf und konzentrierte mich auf dieses Magische etwas. Der Wald wurde mystisch und unbekannt, ich hatte das Gefühl, dass jetzt alles passieren konnte. Mein Freund riss mich dann raus, als er fragte, was ich da mache. Ich hatte ihn ganz vergessen. Ich kletterte auf das Dach des Hochsitzes und er kletterte nur die Leiter hoch (Mein Freund hat Höhen/ Kletterangst). Wir redeten ein wenig und er wollte auch auf das Dach, traute es sich aber nicht. also gingen wir wieder weiter. Wir liefen zwei Minuten und entschlossen uns dann zurückzugehen, weil mein Freund doch versuchen wollte aufs Dach raufzukommen. Ich kletterte zuerst aufs Dach. Mein Freund sagte er könne das nicht, ohne es wirklich zu versuchen. Ich sah deutlich die Strukturen seiner Angst. Schließlich konnte er sich doch irgendwie überwinden und schaffte es aufs Dach. Wir saßen eine Weile dort oben und aßen und tranken ein wenig. Wir hatten aber überhaupt keinen Hunger... Dann kamen wir wieder auf dieses Magische etwas. Ich sagte zu meinem Freund: “Hey, es ist immer noch hier” Und gerade als ich den Satz beendet hatte hörten wir ein seltsames Geräusch, dass aus ein paar Metern Entfernung zu kommen schien. Dann sagte ich: “Siehst du, dass war eine Zustimmung.” Dann hörte ich kurz ein Trippeln und knacken überall um mich herum. Wärend mein Freund ein Flattern (oder so was ähnliches) direkt neben sich wahrnahm. Es war unglaublich...
Kurz danach kam eine Frau mit ihrem Hund vorbei (Ich weis nicht, ob sie uns dort oben hat sitzen sehen). Sie unterbrach den Kontakt und wir entschlossen uns wieder herunterzuklettern.
Das runterklettern machte auch einige Probleme. Aber am Ende schaffte mein Freund es sogar sehr elegant und sicher.
Wir wussten weder wo wir waren, noch wo wir hingingen. Aber wir machten uns keine Sorgen, nicht zurückzufinden. Mittlerweile war es dunkel.
Wir liefen also etwas durch die Dunkelheit, bis wir zu einer Kreuzung kamen. Drei Wege kamen von dort aus dem Wald und “flossen” zusammen. Es sah wirklich so aus, also würde die Energie dort abfließen. An der Kreuzung stand, halb im Wald, eine Bank. Da setzte ich mich erstmal hin. Die Geräusche nahmen wieder zu. Nach ein paar Minuten hielt ich es nicht mehr aus, einfahc dort zu sitzen. Ich stand auf und ging in den Wald hinter der Bank. Es war sehr dunkel, und um mich herum waren diese Geräusche, aber ich hatte keine Angst. Ich trat in Kontakt mit der “Magie”. Ich bemerkte wie die ganze Welt auf mich und meine Taten (Und Gedanken) reagierte. Die Reaktionen folgten immer direkt auf meine Aktionen und passten perfekt zu diesen. Ich nahm diese Reaktionen als Taten eines Wesens war, dass direkt bei mir war und gleichzeitig überall. Ein Wesen, dass mit allem verbunden ist. Ich bemerkte, dass alle Reaktionen der Welt, einen Sinn ergeben und mich dazu anspornen (oder sogar zwingen) mich weiterzuentwickeln. Und mir wurde bewusst, dass ich eins mit diesem Wesen war. Das ich ebenfalls mit allem verbunden bin und dass die Welt sich ständig auf mich bezieht.
Nach dieser Erfahrung gingen wir weiter, wir wählten den Weg, der “mit dem Fluss” ging. Also abwärts. Wir hielten immer wieder an und bewunderten die schönen und mystischen Orte an denen wir vorbeikamen (Das taten wir sowieso während des gesamten Trips). Nach einiger Zeit spaltete sich die Straße vor uns in drei Straßen, die alle identisch aussahen und sich um den berg legten. Eine führte nach oben, eine behielt die Höhe, auf der wir waren bei und eine andere führte nach unten. Wir wählten die Mittlere. Als wir ein paar Meter auf dieser Straße gelaufen waren eröffnete sich uns eine überwältigende Aussicht. Vor uns lag ein einziger riesiger leuchtender Organismus, von Adern durchzogen auf denen zahllose Lichter dahiflossen (Städte und Autobahnen). Eine gewaltige Maschinerie lag vor uns. Es war ca. 19.00 Uhr, das heist Feierabendverkehr. Alle diese Leute, die in den einzelnen Autos saßen hatten nur eine Absicht: ”ab nach Hause!”.Wir sahen was für ein riesiges Potential vorhanden ist, wenn viele Menschen die gleiche Absicht verfolgen.
Um besser sehen zu können stellte ich mich auf die Leitplanke, auf der ich sehr gut die Balance halten konnte. Das erinnerte mich auch wieder an meine vorherige Erfahrung. Alles was ich tun muss um Harmonie herzustellen, ist diese zuzulassen, denn Harmonie ist immer da (Ich setz(t)e hier Harmonie und Balance gleich).
Wir liefen noch ein wenig die Weinberge entlang. An einer Stelle schloß ich für eine länger Zeit die Augen und lief blind herum. Es funktionerte sehr gut, ich fühlte den Weg unter mir mit meinen Füßen. Ein paar Minuten liefen auch mein Freund und ich gleichzeitig blind herum.
So gegen 19.30 Uhr etdeckten wir eine Treppe, die gerade in die Stadt führte. Wir machten uns an den Abstieg. Auf dem weg nach unten machten wir noch Pause und rauchten einen Joint mit dem wir das Ende des Trips einleiteten. Als wir da so saßen hatte ich noch (vermutlich durch das THC) verstärkte Optics. Die ich sehr genoß.
Wir gingen weiter. Die Treppe endete direkt in einer Straße in der Stadt. Dort erwartete uns eine schwarze Katze, die wir ein paar Minuten streichelten und die uns dann noch ein Stück begleitete. Am Ende der Straße hatte ich noch eine sehr schöne Wahrnehmung. Ich schaute mir eine Blume an, die in einem Garten wuchs und auf einmal hatte ich vor mir das abstrakte “Bild” dieser Blume. Ich hatte das Gefühl sie so zu sehen, wie sie von Gott gedacht war. Ich sah wie die physische Blume in dieses “Bild” hineinfloss, dass diese Beiden eins waren. (Möglicherweise sah ich den Astral-/Ätherkörper).
Das war dann auch das ungefähre Ende des Trips. Die Stadt stresste uns sehr. Nach den Stunden die wir im Wald verbracht haben wollten wir am liebsten dorthin zurück. Dort war alles so friedlich und ruhig. In der Stadt fuhren ständig Autos. Auch die Menschen dort konnten wir überhaupt nicht abhaben. Alles war so laut und so unausgeglichen. Und überall toter Beton. Wir kamen an allerlei seltsamen Leuten vorbei die uns anstarrten. Und sich seltsam verhielten.
Aber ich bemerkte auch immernoch die Reaktionen der Welt auf mich. Einmal war da eine sehr lustige Situation, ich hatte grade einen riesen Bissen von einer Brezel genommen und kaute wie ein Kamel darauf herum, als ein Mann auf uns zukam. Ich machte mir Sorgen darüber, wie das wohl rüberkommen würde. Aber was machte der Mann? Er hatte nen Apfel in der Hand und kaute wie ein Kamel auf einem übergroßen Bissen rum.
Irgendwo unterwegs probierten wir auch noch eine Ungenießbare Beere und testeten, wie ungenießbar schmeckt... Sehr strange kann ich euch sagen. Aber eigentlich garnicht eklig.^^
Wir ermüdeten dann sehr schnell und fuhren mit der Bahn zurück nach Hause. Da rauchten wir dann noch einen Joint, mit dem der Trip dann vorbei war. Wir wollten auch noch eine Schischa rauchen, aber dafür war ich einfach zu Müde. Ich konnte mich nicht mehr aufrecht halten und ging direkt schlafen. Wir schliefen 13 Stunden. Am Tag danach (heute) bin ich eigentlich immer noch auf dem Trip. Ich bin zwar wieder vollkommen klar, aber meine Gedanken drehen sich noch um die selben Dinge, genauso wie sich meine Aufmerksamkeit auf die selben Dinge richtet. (Nachtrag, eine Woche später: Das ging noch etwas zwei Tage so)
Diesen Erfahrungsbericht habe ich eher für mich geschrieben, da ich den Trip nochmal bei klarem Verstand rekapitulieren wollte um das Geschehene verarbeiten zu können. Ich hoffe trotzdem, dass er euch gefällt und etwas nützt.
Noch ein kleiner Rat von mir zum Schluss: Nehmt Drogen nicht leichtfertig. Ihr lasst euch da auf etwas Großes ein. Wenn mit der Erfahrung nicht richtig umgegangen wird, dann kann sie einem ziemlich schaden. Sie kann euch aber auch eine große Hilfe in der Entwicklung sein. Deswegen bleibt wärend des Trips Aufmerksam und beschäftigt euch danach bei klarem Bewusstsein mit der Erfahrung um sie zu verarbeiten. Macht euch die Erkenntnisse bewusst. (Ich persönlich meditiere auch darüber). Wenn Dinge (z.B. Seiten an euch, Gedanken über euch selbst oder andere) auftauchen, die euch nicht gefallen, solltet ihr sie nicht leichtfertig abtun, gerade diese Dinge können tief aus dem Unterbewusstsein kommen und eine wahre Erleuchtung in sich verbergen.
Ich wünsche euch alles Gute!
Falls der Wunsch nach Kontakt besteht, hinterlasst mir hier eine Nachricht mit irgendeiner möglichkeit euch zu kontaktieren, ich melde mich dann.
Beigefügt: 2007-11-08 - Wie oft gesehen: 10624
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| Annehmlichkeit |
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Klinge - 2008-02-12 18:58:52
Sehr sehr gelungen.
Ich würde gerne mit dir deswegen in Kontakt Treten. Ich hoffe du besitzt ICQ:249-593-273 . (meine NR.)
Wenn nich dann melde dich bitte bei djklinge@web.de
Mfg Klinge.
Respekt für eine Solche sicht auf die Dinge.
Dafür beneide ich dich.